NORMANDIE

REGION IM NORDEN VON FRANKREICH

Die Normandie hat sicherlich weit mehr zu bieten, als das was ich hier zeige. Eigentlich waren wir nur auf der Durchreise in Richtung Bretagne, aber einige Stops gab es natürlich auch in der Normandie. Leider waren Location wie Étretat oder die Landungsstrände der Alliierten nicht möglich, aber das ist ja dann ein Grund die Normandie nochmals zu besuchen. Die Anreise zog sich, was kurz vor unseren ersten Stop noch in einem Stau gipfelte. Am Abend kamen wir dann in Rouen an und es gab nur noch ein Stärkung und ab ins Hotel. Wir waren fertig, den ganzen Tag Temperaturen von 35°C. Es gewitterte in der Nacht und am nächsten Morgen war alles erträglicher. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um Rouen zu entdecken. Rouen ist eine sehr alte Stadt, im historischen Stadtkern befinden sich alte Holzhäuser, wie man sie nur noch selten findet. Über allen ragt die Cathedral de Rouen. Rouen ist eine Hafenstadt, liegt aber ca. 80km im Landesinneren an der Seine. Die alten Fachwerkhäuser beeindruckten mich und waren zum Teil skurille Motive. Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d'Arc in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, bekannt auch als die Jungfrau von Orléans, wird sie als französiche Nationalheldin verehrt. Der Aitre Saint Maclon ist ein alter Pestfriedhof, als im Jahr 1348 die Pest über Rouen kam, setzte man die Leichen in einem Massengrab bei. Nach der Pest wurde das Massengrab von Galerien umbaut. Als im 16. Jahrhundert der schwarze Tod zurückkehrte und ihm zwei Drittel der Bevölkerung Rouens erlagen, wurde neuer Platz auf dem Friedhof benötigt. Also wurden die alten Gebeine exhumiert und die Galerien dienten bis 1705 als Beinhäuser. Diese Funktion ist heute noch an den Schnitzereien des Ständerwerks zu erkennen, Die Balken zeigen morbide Abbildungen von Totenköpfen, Särgen, Spaten und Spitzhacken.

Wir setzten unsere Reise fort und fuhren in das Seine-Delta. Nach Rouen schlängelt sich die Seine durch ein riesiges Delta, welches unter Naturschutz steht. Am Ende dieses Delta mündet sie zwischen Honfleur und Le Havre in den Ärmelkanal. Kurz vor der Mündung wird die Seine von einer der größten Brücken Europas überspannt, der Pont de Normandie. Die Brücke ist eine Schrägseilbrücke und hat mit 856m die größte Spannweite in Europa. Gebaut wurde sie von 1988-1994 und im Januar 1995 eingeweiht. Die Brücke ist mautpflichtig. Wir kamen von Norden und hielten erstmal auf dem Parkplatz an der Mautstation. Von einer Aussichtsplattform kann man dieses imposante Bauwerk bewundern und ein paar Fotos schießen. Die Pont de Normandie lag etwas im Nebel und gab ein gutes Fotomotiv ab. Die Fahrt über die Brücke ist eher unspektakulär, trotz ihres hohen Bogen. Nach der Überquerung der Seine ging es direkt nach Honfleur. Honfleur ist eine Kleinstadt am linken Ufer der Seinemündung. Die Stadt besticht durch den alten Hafen und mit seinen pittoresken, schmalen und sechs Stockwerke hohen Häusern. Unser letzter Stop in der Normandie ist die Touristenattraktion schlecht hin, der Mont Saint Michel. Ja und genau so sollte es kommen, dazu kam noch eine riesige Baustelle vor dem Heiligen Berg. Ursprünglich war die Insel nur bei Niedrigwasser von der Küste zu erreichen. Um 1877 wurde dann ein Damm gebaut, über den eine Straße die Insel gezeitenunabhängig mit der Küste verband. Durch den Bau des Dammes, der die natürlichen Meeresströmungen unterbrach, versandete die Bucht immer mehr. Zudem wurden jahrhundertelang Küstengebiete trockengelegt, um Ackerland zu schaffen. Durch die Kanalisierung des Flusses Couesnon wurde die Entwicklung noch verstärkt, so dass der Inselcharakter von Mont Saint-Michel immer mehr verloren ging. Frankreich entschloss sich, mit immensem Aufwand die Versandung der Bucht um den Mont vor der Küste der Normandie aufzuhalten. 2006 begann man diesen Damm durch eine Brücke zuersetzen. Genau in diese Bauarbeiten fiel mein Besuch. Ok , die Brücke war 2013 so gut wie fertig und es fehlte nur noch die Anbindung an Mont Saint Michel. Man wurde auf einen riesigen Parkplatz geleitet, von da fahren Shuttlebusse bis zur Insel und wieder zurück. Der Parkplatz sah gar nicht so voll aus. Ich hatte noch Hoffnung, doch am Ende der Brücke angekommen, verließen wir den Shuttlebus und waren umringt von Menschenmassen und Bauzäunen. Zu allen Überfluss war der Mont Saint Michel noch mit einem Baugerüst "geschmückt". Na prima, meine Laune sank. Was ich dann im Inneren der Anlage erlebte, war die Hölle. Man wurde die schmale Gasse, hoch zur Abtei einfach durchgeschoben. Meine Laune stieg etwas, als ich den Blick von der Insel über die riesige Bucht genießen konnte. Diese echt große Bucht läuft bei Ebbe komplett leer, gigantisch ist hier der Tidenhub. Auf dem Rückweg versuchte ich Mont Saint Michel nochmal in seiner ganzen Pracht auf das Bild zubekommen, es war aber alles andere als einfach. Waren keine Menschen im Bild, störten Bauzäune. Es war sicherlich nicht die beste Zeitwahl für den Besuch von Mont Saint Michel, aber so ist das manchmal, vielleicht habe ich ja nochmal die Möglichkeit und bessere Bedingungen. Die Bauarbeiten wurden 2014 beendet. Direkt hinter Mont Saint Michel beginnt die Bretagne, es ging nach St. Malo.

KAMERA

 

Canon EOS 6D

OBJEKTIVE

 

Canon EF 17-40mm/4L USM

Canon EF 24mm/2,8 USM IS

Canon EF 24-70mm/4L USM IS

Canon EF 50mm/1,4 USM

Canon EF 85mm/1,8 USM

Tamron 70-210mm/4 Di VC USD

Sigma 120-400mm/ 4,5-5,6 OS HSM

 

ZUBEHÖR

 

Haida Filtersystem

Manfrotto Stativ

Sirui Reisestativ

Lowepro Slingshot

Lowepro Minitrekker

Canon Speedlite 580EX II

 

SOFTWARE

 

Adobe Bridge CC

Adobe Photoshop CC

Adobe Lightroom Classic CC

 

Microsoft Windows 10