Wir waren in der Camarque unterwegs, weiße Pferde, schwarze Stiere und rosa Flamingos wollten wir sehen. Die Flamingos gab es nur aus der Ferne, aber den beiden anderen Tieren kamen wir unverhofft recht nah. Wir machten in Saintes Maries de la Mer stop und wunderten uns sofort über die vielen Gardians auf ihren weißen Pferden. Gardians sind die Cowboys der Camarque. Sie ritten alle in die gleiche Richtung und wir gingen hinterher, denn da musste irgendetwas los sein. Vor der Kirche Notre Dame de la Mer trafen wir auf eine große Menschenansammlung und sahen auch die Reiter wieder. Sie hatten sich alle in einer Reihe zum Kircheneingang aufgestellt. Weiterhin liefen viele Einheimische in Trachten herum. Wir mischten uns unter die Menge an Touristen. In der Kirche begann eine Art Gottesdienst, zumindest deuteten wir es so, da Sonntag war. Nach dem Gottesdienst kamen die Trachtenträger aus der Kirche, die Gardians standen mit ihren Pferden Spalier und es setzte sich ein Umzug durch die Stadt, in Richtung Stierkampfarena in Gang. Wir folgten dem Umzug und mussten kurz darauf, verwundert feststellen, dass die Straße abgesperrt wurde. Immer mehr Menschen versammelten sich am Straßenrand und dann kamen sie, die Gardians und trieben die Stiere in die Arena. In Gruppen von 7-9 Reitern führten sie eng aneinander , 3-4 Stiere in ihrer Mitte. Leider begann der Stierkampf in der Arena erst am späten Nachmittag, so lang konnten wir nicht warten. Aber dieses spontane, nicht geplante Ereignis auf unserer Reise hat Eindruck hinterlassen und ist diese kleine Storie wert.