EINE INSEL, VOM MEER GEFORMT UND MIT EINER DER ERSTAUNLICHSTEN GEZEITEN WELTWEIT.

EINE INSEL VON GERINGER FLÄCHE ABER MIT GROSSER  AUSSTRAHLUNG.

das ist jersey

Will man nach Jersey muss man sich den Gezeiten anpassen, außer man nimmt den Flieger. Doch die meisten Touristen nutzen die Fähre von St.Malo, doch diese fährt nur bei Flut. Die Gezeiten an Frankreichs Ärmelkanalküste sind gewaltig und so muss der Fahrplan angepasst werden. Das hieß für uns 5 Uhr aufstehen im Hotel, frühstücken und auf zum Hafen machen. Man sollte etwas eher da sein, denn die Kontrollen sind ähnlich derer am Flughafen. Die Fähre ist ein Katamaran und hat ordentlich Power, so dass man in ca. 80min in St. Helier ist. Mich zog es sofort auf das Außendeck um Fotos vom Sonnenaufgang zu machen. Außerdem gibt es vor St. Malo viele kleine Inseln mit alten Castle. Da wir zeitig am Morgen starten mussten, waren wir auch zeitig auf der Insel. Am Hafengebäude stehen viele kleine blaue Busse. Diese Busse fahren die Touristen über die Insel. In jeden Bus fährt ein Guide mit, der viel über die Insel erzählt. Wir hatten so eine geführte Tour gebucht und zwenkten uns in den Bus. verdammt war das eng, die Knie an der Vorderlehne, den Fotorucksack auf dem Schoß. Es sollte ein warmer Tag werden, die Klima im Bus waren die angekippten kleinen Fenster oberhalb der Scheiben. Na das kann ja lustig werden, waren meine ersten Gedanken. Als letztes stieg unser Guide zu, eine ältere Dame, Namens Hermine. Ihre erste Erklärung war, warum die Busse so klein sind. Im Inselinneren sind die Straßen so eng und schmal, das normale Reisebusse da nicht fahren können und wir würden das dann ja selbst sehen. Dann gings auch schon los und unser blaues Ungetüm setzte sich in Bewegung. Wir fuhren auf der Ringstraße gegen den Urzeigersinn um die Insel immer an der Küste entlang bis in den Norden. Natürlich machten wir unterwegs Stops und Hermine erzählte uns viel von der Insel. Jersey ist die größte und bevölkerungsreichste Kanalinsel, auf ihr leben ca. 100000 Menschen. Jersey ist wie die anderen Kanalinseln weder ein Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt. Jersey ist 119,6 km² groß,  von Norden nach Süden 8 km breit und 14,5 km lang von Osten nach Westen. Die Insel besitzt ein 570 km umfassendes Straßennetz. Allein rund 80 km nimmt das Wegesystem der „Green Lanes“ ein. Dies sind kleine, verkehrsberuhigte Straßen und Wege, auf denen eine Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h gilt. Wanderer, Fahrradfahrer und Reiter haben hier Vorrang. Genau auf diese Green Lanes ging es jetzt mit unserem Bus und nun war uns allen klar, warum wir so beengt saßen. Wir machten immer wieder interessante Stops und Hermine hatte immer eine Geschichte dazu. Mein Highligt war der Stop oberhalb von La Corbiere. Wir hatten schon unterwegs immer wieder alte Bunker gesehen und Hermine erzählte von der Besetzung der Insel durch die deutsche Wehrmacht. Auch als wir oberhalb von La Corbiere hielten, fiel uns ein großer grauer Betonturm auf. Das war früher eine Geschützstellung der Wehrmacht, heute sind da Ferienwohnung drin. Als wir dann um den Turm herum gingen und vor zur Klippe liefen, konnte man auf La Corbiere blicken. Herrlich, eine kleine Felseninsel mit einem weißen Leuchtturm. Bei Ebbe kann man über einen Weg zum Leuchtturm gelangen. Das Meer strahlte im besten Blau. Ein wunderbares Fotomotiv bot sich mir und wir genossen diese Ansicht. Am frühen Nachmittag kehrten wir nach St. Helier zurück und bekamen noch ein Mittagessen. Das ist wohl bei diesen Touren so mit dabei, denn alle blauen Busse vom Hafen kamen an diesem Hotel an und luden ihre Touristen dort ab. Danach hatten wir noch Zeit St. Helier zu erkunden, da unsere Fähre erst am Abend ging, die Gezeiten halt wieder. Jersey wird ja auch die Blumeninsel genannt. Überall blühte es prächtig. Wir machten es uns im Howard Davis Park gemütlich und warteten auf die Fährabfahrt. Bei der Ausfahrt der Fähre aus dem Hafen hat man einen wunderschönen Blick auf das Elizabeth Castle.

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