Nördlich von Inverness befindet sich der Moray Firth. Am südlichen Ende verlässt der Fluss Ness den Moray Firth und mündet später in den berühmten Loch Ness, dieser wiederum bildet mit zwei weiteren Seen das Great Glen. Auf der östlichen Seite des Moray Firth liegt die Landzunge Ardersier Point und auf dieser befindet sich das Fort George. Die Festung wurde im 18. Jahrhundert errichtet und gilt als eine der bedeutendsten, nahezu original erhalten gebliebenen europäischen Anlagen aus dieser Zeit. Sie wurde gebaut, um das schottische Hochland nach dem Jakobitenaufstand von 1745/1746 zu befrieden. Nach der Niederlage von Bonnie Prince Charlie und seinen Aufständischen Truppen in der Schlacht bei Culloden im Jahre 1746 ließ König George II eine riesige Verteidigungsanlage gegen weitere Unruhen durch die Jacobiten errichten. So wurde Fort George die mächtigste Artillerieanlage in Großbritannien. Ein Bauwerk als gewaltige Drohung an die Clans: Nie wieder sollt ihr euch erheben! Das Gefühl von Stärke und Überlegenheit geht noch heute von Fort George aus. Und nicht nur Militärexperten schlägt die Atmosphäre der Anlage in ihren Bann. Die strategisch gute Lage ermöglichte die Kontrolle des Seeweges und von Land war Fort George kaum einnehmbar, da es von drei Seiten mit Wasser umgeben ist. Dazu wird das Fort von einem gigantischen Wall- und Grabensystem geschützt, die im Notfall auch mit Meerwasser geflutet werden konnten. Einen wirklichen Angriff musste Fort George nie abwehren und die zahlreichen großen Kanonen kamen nie zum Einsatz. Heute ist das Fort besuchbar, welches aber auch immer noch militärisch genutzt wird, es ist das berühmte Blackwatch-Regiment stationiert.