KZ Buchenwald

Im Juli 1937 errichtet die SS auf den Ettersberg bei Weimar das Konzentrationslager Buchenwald. In dem Lager werden insgesamt 280.000 Menschen inhaftiert. Sie werden zur Arbeit in der Rüstungsindustrie gezwungen. Bis zum Kriegsende sterben 56.000 Menschen an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung. In einer errichteten Tötungsanlage sterben 8000 russische Kriegsgefangene. Buchenwald ist zu diesem Zeitpunkt das größte KZ im deutschen Reich. Das "Kleine Lager" ist die Hölle im KZ Buchenwald. Häftlinge leben unter unwürdigsten Bedingungen und sterben noch kurz vor Kriegsende zu Tausenden an Entkräftung. Im April 1945 erreichen die Amerikaner Buchenwald und der Anblick ist kaum zu ertragen.

 

Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte: 

"Nichts hat mich je so erschüttert, wie dieser Anblick."

Im KZ Buchenwald gab es auch eine Fotoabteilung. Häftlinge mussten für die SS dokumentarische Bilder anfertigen. Dies waren meist Erkennungsdienstfotos, Dokumentation von Ereignissen usw. Selbstverständlich fertigten die Häftlinge der Fotoabteilung auch heimlich Aufnahmen an. Einige bezahlten das mit ihren Leben, aber es schafften auch Filme aus dem Lager. Viele wurden erst Jahre später entwickelt. Die SS fotografierte auch selbst und die Amerikaner dokumentierten die ersten Tage im Lager mit erschreckenden Aufnahmen. Hier zur Onlineausstellung

SOWJETISCHES SPEZIALLAGER NR. 2

Die Amerikaner mussten im Juli 1945 Buchenwald und Thüringen verlassen. Die Gebiete wurden sowjetische Besatzungszone und so übernahm auch der Sowjetische Sicherheitsdienst das Lager Buchenwald. Man internierte dort Deutsche, lokale Funktionsträger der NSDAP, aber auch Jugendliche und Denunzierte. Jeglicher Kontakt nach außen wurde unterbunden. Viele Insassen wussten überhaupt nicht, warum sie in diesem Lager waren. 28.000 Insassen befanden sich in dem Lager und im Winter 1946/47 starben bis zu 7000 an Hungerkrankheiten. Im Februar, 1950 kurz nach der Gründung der DDR, wurde das Lager aufgelöst.

MAHNMAL BUCHENWALD

Am Südhang des Ettersberges errichtete die DDR von 1954-1958 ein monumentales KZ-Denkmal. Dabei wurden die 3 Massengräber der SS als kreisrunde Gedenkstätten integriert. Das Konzept der Anlage weist den Weg vom Tod ins Leben. Kommend vom Krematorium aus dem Lager, führt der Weg hinunter zu den Massengräbern. Am südlichen Rand befinden sich für jede Nationalität eine Länderstele mit einer Feuerschale. Am 3. Massengrab führt der Weg wieder nach oben zum Glockenturm. Davor befindet sich die Gruppenplastik "Historischer Schwur".