Zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. wurde von 1892-1896 ein Denkmal im Kyffhäusergebirge errichtet. Das Denkmal ist 81m hoch und ist nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und dem Kaiser Wilhelm Denkmal in Porta Westfalica, das drittgrößte Denkmal in Deutschland. Ich war als kleiner Junge das letztemal da und ein Besuch war lange überfällig. Das Denkmal wurde von 1994-2014 aufwendig saniert und ein Besuch war nicht wirklich reizvoll. Leider verlor man in dieser Zeit viele Besucher. Schon die Anfahrt zum Kyffhäuser hinauf ist ein Erlebnis, vorallen für Motorradfahrer. Hat man das Plateau erreicht, kann man die Wucht und Größe dieses Denkmals förmlich spüren. Am begehbaren Turm prangt das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. Darunter sitzt aus Stein gemeiselt Friedrich I., auch Barbarossa genannt. Aber warum sitzt Barbarossa mit seinen langen Bart da? Der Sage nach ist Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, nicht gestorben, sondern wurde durch einen Zauber in eine Höhle unter das Kyffhäusergebirge versetzt. Dort sitzt er, gemeinsam mit seinen Getreuen, schlafend auf einem Thron und wartet auf seine Rückkehr. Der 57m hohe Turm wurde mit einer Nachbildung der Kaiserkrone vollendet. Von da oben hat man einen Blick bis in den Harz und bei guter Sicht, auch bis zum Thüringer Wald.